Hanf Top 100, Alles über Hanfanbau

 

 

Hanf wie Nutzpfanze
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Hanf kann nicht nur als Rauschmittel angewandt werden, sondern ist universell nutzbar und dabei anderen Rohstoffen in vieler Hinsicht überlegen. Hanf kann auf verschiedenste Weise genutzt werden und ist der am schnellsten nachwachsende Rohstoff der Welt. Eine Hanf-pflanze wächst in 100 Tagen mehrere Meter hoch. Als Ausgangslage zur Nutzung dienen hauptsächlich die Fasern und Samen.

 


Papierherstellung - Textilherstellung - Treib- und Kunststoffe
- Medizin - Nahrungsmittel - Speiseöl

 

Papierherstellung aus Hanf

Aus Hanf lässt sich Papier herstellen, das qualitativ hochwertiger und zugleich umweltfreund-licher zu produzieren ist als Holzpapier. Holzzellmasse enthält von Natur aus Stoffe, die zur Herstellung von Papier eine aufwendige chemische Behandlung (Schwefelsäure und Blei-che) erforderlich machen. Hanf enthält diese Stoffe nicht, weshalb die Papierproduktion aus Hanf die Gewässer so gut wie nicht belastet. Zudem lässt sich von einem Hanffeld die 50-fache Menge Papier gewinnen, als von einem Waldstück gleicher Grösse. Der Grund: Hanf wächst schnell nach. In den USA wurden seit dem Hanfverbot in den 30er Jahren 70% der Wälder abgeholzt, jetzt macht man sich an die tropischen Regenwälder. Pro Tonne Hanfpa-pier könnten 12 Bäume stehen bleiben und dem Treibhauseffekt würde gegengesteuert.

 

Textilherstellung aus Hanf

Ähnlich verhält es sich bei der Textilherstellung. Aus Hanf lassen sich Textilfasern herstellen, die in Feinheit und Qualität der Baumwolle mindesten ebenbürtig sind. Im Unterschied zur Baumwolle sind bei der Produktion von Hanftextilien keine Chemikalien nötig. Da Hanf sehr resistent ist, wäre auch der, bei der Baumwollzucht notwendige, sehr hohe Pestizideinsatz auf ein Minimum reduziert. Aus einem Hanffeld liesse sich die 3-fache Menge dioxin- und pestizidfreier Textilfasern gewinnen als aus einem Baumwollfeld gleicher Grösse.

 


Papierherstellung - Textilherstellung - Treib- und Kunststoffe
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Treib- und Kunststoffe herstellen von Hanf

Aus dem Öl der Hanfsamen lassen sich Treibstoffe (vgl. Rapsdiesel) und Kunststoffe (poly-mere Plastike wie PVC, PE und Plexiglas) herstellen, welche die umweltschädigende Petro-chemie weitgehend ersetzen könnten. Dem Treibhauseffekt würde entgegengewirkt, weil im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Öl und Kohle die Verbrennung von Biomasse die CO2-Bilanz nicht negativ beeinflussen würde und die Kunststoffe zu 100% biologisch abbau-bar wären. Hanf verbraucht während des Wachstums mehr CO2 als er bei der Verbrennung freigibt und ist deshalb generell auch ein mögliches Mittel zur Bekämpfung der Erderwär-mung. Zudem lässt sich der Presskuchen aus der Ölgewinnung als Kraftfutter für Tiere einsetzen.

Der Industriepionier Henry Ford hatte in den 20er Jahren die Vision vom "Auto, das vom Acker wächst" mit Karosserien aus Hanfkunststoff und Treibstoff aus Hanföl. Die Hanfprohi-bition (Prohibition) machte ihm und der Umwelt einen Strich durch die Rechnung.

 

Hanf wie Medizin

Haschischextrakte und -tinkturen gehörten einst zu den am häufigsten eingesetzten Medi-kamenten, unverzichtbar als Entkrampfungs- und Beruhigungsmittel. Die pharmakologische Erforschung von Cannabis steckt wegen des Verbots noch in den Kinderschuhen. Man weiss jedoch, dass sich daraus verträgliche Antibiotika und sanfte Psychopharmaka gewinnen lassen, welche im Vergleich zu anderen Medikamenten kaum Nebenwirkungen haben. (Kurzzeitwirkungen).

 


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Nahrungsmittel von Hanfsamen

Aus Hanfsamen lässt sich Mehl herstellen und damit verschiedenste Brote oder anderes Gebäck. Unter anderem kann man auch Tee, Suppen oder Salate machen. Es wird hier nicht weiter darauf eingegangen. Vegetarier hätten jedenfalls ihre helle Freude.

 

 

Hanf Speiseöl

In den letzten Jahren wurden auch die unter medizinischen Aspekt wertvollen Qualitäten des aus den Hanfsamen gewonnenen Speiseöls (nicht zu verwechseln mit Haschischöl) ent-deckt. Es hat einen hohen Gehalt an ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, was es zu einem der wertvollsten Nahrungslieferanten für essentielle Fettsäure macht. Hanföl kann daher zur Ernährung bei bestehender Fettstoffwechselstörung empfohlen werden. Sein unter den Speiseölen einzigartig hoher Anteil von ca. 2% Gamma-Linolensäure macht es zudem geeignet zur Behandlung der Neurodermitis. Es kann, sowohl innerlich als auch äusserlich angewendet, günstig auf die Entzündungsprozesse der Haut einwirken. Der Vorteil von Hanföl gegenüber in Kapselform erhältlichen und teuren Gamma-Linolensäuren-Präparaten ist die Möglichkeit, es in die normale Nahrungsaufnahme zu integrieren. Auch für das Hanföl gilt allerdings die Regel, dass es kein Allerheilmittel gegen Neurodermitis gibt und nur das Ausprobieren Klärung über die Wirksamkeit bzw. Unwirksamkeit in konkreten Fall bringen kann.


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Geschichte

Als sich vor 12'000 Jahren der Mensch gerade an die aufrechte Gangart gewöhnt hatte und er noch zur Spezies der Allesfresser gehörte, da liess er sich auch ein grünes Kraut munden, welches in ihm umwerfende Gefühle hervorrief. Dies war die Stunde, in der der Haschisch-rausch geboren wurde, denn eben jenes Wunderkraut war nichts anderes, als der Hanf, auch Cannabis sativa genannt. Und der erzeugte gar wundersame Bilder, die den Menschen für wenige Stunden sein tristes Dasein vergessen liessen - freilich mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen, die bekanntlich die Kehrseite jener Stoffe sind. Der Haschisch-rausch also hatte in der Kulturgeschichte des Homo sapiens nun seinen Platz gefunden - als Material, um Seile und Textilien herzustellen, wurde er erst Jahre später entdeckt...

Der Stoff, aus dem die Räusche sind ist aus den ersten Kulturvölkern nicht mehr wegzuden-ken, so aus denen des Zweistromlandes, auch Mesopotamien genannt. In eben jenen Landstrichen zwischen Euphrat und Tigris gelegen, ist der Hanf in einer Schrift aus dem Jahr 650 v. Chr. dokumentiert. Auf einer Tontafel ist zu lesen: „Gut für das Leben, sein Rausch erhebt die Gedanken, eignet sich auch zum Spinnen.“

Möglicherweise aber spielte in Mesopotamien der Hanfrausch schon viel früher eine primär kultisch-religiöse Rolle. Im babylonischen Schöpfungsmythos mit Namen „enuma elish" entsteht die Welt aus einem permanenten Götterkampf. Der Gott Marduk, Sieger des Götter-dramas schützt sich - so die Legende - beim Endkampf unter anderem mit einem giftvernich-tenden Kraut des Lebens. Religionswissenschaftler vermuten nun genau in diesem Lebens-kraut den Hanf. Jedoch: Hanf ist alles andere als ein Medikament gegen Vergiftungen. Medizinisch freilich wird er in der Antike schon genutzt, wie der römische Arzt Galen be-zeugt. Darüber hinaus wird der Hanf in allen frühen Kulturen dem Leben zugeordnet. Sollte dies mit seiner entspannenden Wirkung zu tun haben? Ob also in „enuma elish" vom Hanf die Rede ist - wer wird es je wissen? Die Geheimnisse um das Kraut des Lebens werden wohl ein unlösbares Rätsel bleiben.

Auch die alten Griechen freuten sich am Hanf. Sie hatten einen ganzen Götterstaat, deren oberster der Altvater Zeus war. Für alles und jedes hatten sie ihre Götter: Aphrodite sorgte für die Liebe, Athene für den Krieg und Hermes war der Götterbote. Für die Ekstase war Dionysos zuständig.

Dionysos, von den Römern Bacchus genannt, war an sich der Gott des Weines und mithin Freund all jener, die einem guten Tropfen nicht abgeneigt waren. Doch nicht nur im Wein lag für die alten Hellenen die Wahrheit, sondern auch in einem anderen berauschenden Ge-tränk, zu dem neben Bilsenkraut und Pilzen auch der Saft des Hanfes gehörte. Genannt wurde jener Trank das "Blut des Gottes" und ist in Thrakien und Makedonien bekannt gewe-sen.

Besonders im Rahmen der Mysterien der Sekte der Dionysiker spielte der Hanf eine Rolle. Bei ihren religiösen Festen nämlich tanzten sie zum Getöse kreischender Becken, donnern-der Pauken und jauchzender Flöten durch wilde Wälder und öde Berghalden. Mehr und mehr gerieten sie in Ekstase, bis schliesslich die Seele aus dem Leibe trat und die innige Vereinigung mit Dionysos geschehen konnte. Damit man so richtig high wurde, trank man wohl jenen Göttertrank. Die Initiationsriten, also die Riten, die der Einweisung in die dionysi-schen Mysterien dienten, fanden darüber hinaus in rauchgeschwängerten Höhlen statt - und der alleweil trächtige Dampf ist wohl der des Haschischs gewesen.

Alsdann führt uns der Weg zu den Völkern des Nordens. Bereits den Altvätern in deutschen und keltischen Landen war der Hanf eine heilige Pflanze. Aber dies war er nicht, weil er für berauschende Reisen in Wotans Reich sorgte, sondern weil daraus Kleider gefertigt wurden. Im Mittelalter diente der Hanf auch der Papierherstellung. Berauscht hat man sich hingegen mit Alkohol, mehr aber noch mit Muscarin, dem Wirkstoff des Fliegenpilzes.

Im Zeitalter der Teufelmania, im hohen Mittelalter galt der Hanf zudem in Österreich als Hilfe den bösartigen Dämonen zu entgehen. Den Jungfrauen riet man, sich ins Hanffeld zu flüch-ten, wenn die Teufel kamen, um mit ihnen zu buhlen. In Südtirol galt und gilt hingegen Hanf (auch Hexenkraut genannt) als probates Mittel gegen Hexen. "Wann'st ein Büscherl Hanf-kraut unters Dach legst," so das Zeugnis eines alten Ackermanns aus dem Tirolischen, "so kaunn koa Hex wos ausrichten. Dös is a gaunz a guads Kraut".

Blicken wir nun hinein ins hohe Mittelalter. Hier wurde gerade in der Klostermedizin gern auf den Hanf zurückgegriffen. Augenscheinlich verwendete man Hanftee als Medikament gegen Bronchialkatarrh. Berühmtester Patient scheint hier der Reformator Martin Luther zu sein, der seinerzeit auf der Wartburg, wo er in einer kargen und wohl auch kalten Zelle die Bibel ins Deutsche übersetzte, gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit ankämpfte.

Weiter geht unser Surf nun ins sinnenfreudige Barock. Es war die Zeit der Westerweiterung östlicher Kultur, respektive der türkischen. Die brachten nicht nur den Kaffee, den viel ge-rühmten Türkentrank in westliche Gefilde, sondern auch einen "Türkentabak". Wissenschaft-ler rätseln, was es wohl mit diesem Genussmittel auf sich hat. Allemal gibt es Hinweise darauf, dass dieser osmanische Tabak ein Hanfprodukt war. Allerdings handelte es sich nicht um Hanfblätter, sondern vielmehr um so genanntes Smyrna-Pulver, anders gesagt um Hanfstaub.

1799 bekam dann auch Frankreichs Feldherr Napoleon Bonaparte (oder besser gesagt seine Soldaten) die Wirkung des Hanfs zu spüren. Beim Ägypten-Feldzug fehlte es an Alkohol und so nutzte man stattdessen zur Berauschung des Alltags den Hanf. Mithin ging es hoch her in Napoleons Truppe. Napoleon verbot seinen Soldaten das Haschisch.

Springen wir nun hinein ins 19. Jahrhundert. Es war die Zeit, wo in der Medizin die bis dato gängigen Naturheilmittel allmählich ernsthafte Konkurrenz in den chemischen Extrakten fanden. Friedrich Wilhelm Sertürner extrahierte aus dem Opium das Morphin heraus. Damit erhoffte sich der gerade einmal 20-jährige Naturforscher "durch chemische Reinheit die normale Gefahr gewöhnlichen Opiums, zu ständigen Gebrauch zu verführen, endgültig ausgeschaltet zu haben."

Mit dem Hanf indes befassten sich Naturwissenschaftler aus anderen Gründen. Man hatte ihn in leichteren Fällen bereits im frühen 19. Jahrhundert als Alternative zum Opium ver-schrieben. Das Problem aber war die Dosierung. Hier aber konnte ein Schotte Abhilfe leis-ten: William O'Shaugnessy verabreichte einem mittelgrossen Hund zehn Körner Churrus, also das Harz des Hanfes. Das Tier wurde schläfrig, döste und wedelte hin und wieder mit dem Schwanz. Alles in allem wirkte es betrunken. Nach zwei Stunden klang der Zustand ab und nach sechs Stunden war es wieder nüchtern. Einem kleinen Hund verabreichte Shaugnessy dann eine kleine Menge Gunjah. Gunjah ist die Hanfpflanze, aus der das Harz noch nicht ausgelöst ist. Shaugnessy hatte das Gunjah in Spiritus aufgelöst und es dem Hund zu trinken gegeben. Der war nach einer Viertelstunde berauscht - aber happy. Nach vier Stunden war sein Zustand wieder normal. Durch diese und andere Experimente gelang es Shaughnessy die rechte Hanfdosis zu eruieren und die Pharmazie interessierte sich für ihn. Sein Hanfextrakt wurde ein Renner. Auch Ihre Majestät Queen Victoria von England schluckte es, um gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit gefeit zu sein. Nur am Rande sei bemerkt, dass es erst einer grossen pharmazeutischen Firma aus dem rheinischen Leverku-sen um 1900 gelang, den Siegeszug des Hanfs zu stoppen. Dieser Firma nämlich war es gelungen, aus dem Opium einen Stoff zu gewinnen, der ihrer Ansicht nach garantiert nicht süchtig machte: das Heroin.

Aber kehren wir zurück in die heile Welt des "British Empire" zur Zeit von Queen Victoria. Hier lebte im goldenen 19. Jahrhundert ein Dichter mit Namen Charles Ludwig Dogdson, ein etwas skurriler Mensch, der vor allem deshalb Aufsehen bei seiner Mitwelt erregte, weil er sich in ein kleines Mädchen verliebt hatte. Alice Liddell hiess sie und sie war die Tochter eines Dekans. Charles Ludwidge Dogson hat dieser Alice in seinem Bestseller "Alice im Wunderland", den er unter dem Namen Lewis Carroll veröffentlichte, ein Denkmal gesetzt. Seine Werke waren voller Skurrilität - ob's vom Hanf kam? Lewis Carroll, ein allgemein eher schüchterner Zeitgenosse, neigte zu Depression. Um sie in den Griff zu bekommen, riet sein Arzt ihm zu einem probaten Mittel, welches er bis zu seinem Tod löffelweise verschlang: den "Indian Soothing Syrup". Und der bestand aus Honig, Kräutern und zwölfprozentiger Canna-bis Tinktur.

Mit Meilenstiefeln geht es weiter ins 20. Jahrhundert. In die Hochzeit der Prohibition (9.1 Prohibition). Die Hippies und die Gammler kamen und ihnen war eines besonders heilig: der Hanf. Haschisch hatte die Ghettos verlassen und war, zusammen mit anderen Drogen, das Kultobjekt der Jugend geworden. In den USA und anderswo. Im Jahr 1967 sorgte die bedeu-tendste Popband der 60er Jahre, die Beatles für einen Skandal. Auf ihrer Kult-LP "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" tauchte ein mysteriöses Lied auf: "Lucy in the Sky with Diamonds" Eine Fantasy-Story, die nur dem Rausch nachempfunden sein konnte. Und irgendwo erinnert die Titelzeile auch an eine weitere Droge, die in jenen Tagen neben dem Hanf gross herauskam, an LSD. John Lennon, der begnadete Texter der "Fab Four", bestritt diese Assoziation zwar und brachte vor, er sei durch eine Kindergartenzeichnung seines Sohnes zu dem Lied inspiriert worden, aber die Mentalität der 68er lehrt etwas anderes. Die nämlich wollten keinesfalls dem Establishment zugehören - und von denen distanzierte man sich nicht nur durch den One-night-stand, sondern auch durch den Haschkonsum, wie die Bilder und Filmaufnahmen von den Tagen zu Woodstock unschwer zeigen.

 

 

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